Die elementarste Frage auf dieser Welt ist so viel kürzer als die Antwort, die sie meist fordert. Es heißt: Warum? Und doch erklärt die Antwort auf diese Frage so viel. Ich habe mir neulich die Frage gestellt, warum ich eigentlich schreibe und warum ich überhaupt das Geschriebene veröffentliche.
Nun, ich schreibe, weil ich hoffe, Spuren in deinem Herzen zu hinterlassen. Ich hoffe, dass ich Gefühle in dir wecke, ob nun trauriger oder fröhlicher Natur. Denn ist es nicht unser größtes Privileg, dass wir in der Lage sind zu fühlen? Sie machen das Leben erst lebenswert und ermöglichen es uns, die Schönheit in allen Dingen zu erkennen. Ist es deshalb nicht das größte Geschenk, wenn ich dich, lieber Leser, berühre, wenn nicht sogar zu Tränen rühre oder dir ein Lächeln auf's Gesicht zaubere? Vielleicht fühlst du ja dasselbe wie ich, als ich diese Zeilen schrieb, kannst dich in eines meiner Gedichte einfühlen. Vielleicht rümpfst du die Nase und nennst meine Verse stümperhaft. Ich weiß es nicht.
Aber ich möchte dir eines mit auf den Weg geben, lieber Leser: Ich schreibe all meine Werke nicht für dich (außer natürlich diese Zeilen, die ich ja an dich adressiert habe), ich schreibe sie für mich! Es sind meine Erfahrungen, Erinnerungen, Gefühle und Ideen. Und ist nicht ein Künstler, der seine Arbeit macht, um Geld zu verdienen, Zwängen unterlegen, die sein künstlerisches Wirken zwangsläufig unterdrücken müssen? Sie ersticken jeden Funken des Besonderen. Wie könnte ich also nicht dem Glauben unterliegen, dass meine Werke nur gut sind, wenn ich sie für mich schreibe oder für Menschen, die mich tief berührt haben? Gebührt nicht der größte Dank meiner Muse?
Aber lieber Leser, ich veröffentliche sie für dich, denn ich hoffe, dass ich dich mit meinen Worten berühre! Ich möchte, dass du etwas fühlst! Ich möchte dich zum Nachdenken anregen! Und ich möchte besondere Gedanken mit dir teilen... So sagte schon Marina Keegan, die mich sehr fasziniert und inspirierte:
Do you wanna leave soon?
No, I want enough time to be in love with everything...
And I cry because everything is so beautiful and so short.
- Marina Keegan, "Bygones"
Freitag, 18. September 2015
Dienstag, 28. Juli 2015
Anderthalb gebrochene Herzen
Immer wieder schwingt sich ein Gedanke zu mir empor aus der
Asche meines Bilderbuchs. Er erinnert mich daran, was war und was nie sein
wird. Denn wir haben unsere Träume dem Feuer übergeben. Nun schwingen sie als
Funken empor in die Höhe. Leuchten auf und vergehen vor dem Antlitz der Sterne.
Und wir schauen ihnen hinterher und fragen uns, ob es richtig war?
Und das Telefon schweigt. Wir genießen die Stille, denn sie
gibt uns Zeit zum Nachdenken. Und so nutzen wir diese Stille, um uns immer
wieder einzureden, dass es keinen Weg zurück mehr gibt. Doch heimlich warten
wir und hoffen, dass dieser Abschied ein „Auf Wiedersehen!“ war, denn
letztendlich stirbt die Hoffnung doch zuletzt.
Und wir gaukeln uns mit Tränen im Gesicht vor, dass wir
nichts bereuen und dass es für uns das Richtige war. Doch wie können diese
Argumente standhalten vor dem Mädchen, das nachts weinend an ihn denkt, weil es
ihn nicht vergessen kann? Welches hofft, dass er auch manchmal an sie denkt und
sich erinnert an die gemeinsame Zeit, welcher er doch nie Bedeutung beimaß.
Doch die Zeit wird Mitleid mit uns haben. Sie wird die
Wunden pflegen, bis die Narben fast vergessen sind, denn die Erinnerungen
verblassen und geben keinen Anlass mehr, sie noch einmal wieder aufzurufen. Und
es bleiben nur schwarze Flecken auf einer Landkarte und anderthalb gebrochene
Herzen.
Sonntag, 26. Juli 2015
Lost dreams
With tears in our eyes
we lead us to believe
that there is nothing to regret,
nothing to be sorry.
We delivered our dreams to the fire
And now they are swinging heavenwards.
Lighting up and decaying.
Freitag, 17. Juli 2015
Last act of a play (Last act of a love)
Ich bedaure den Ausgang dieses Stücks,
wer konnte ahnen, dass wir so auseinandergehen würden
und nichts mehr zeugt von unserer jahrelangen gemeinsamen
Zeit.
Doch du hast aus mir einen Menschen gemacht, der nicht
vereinbar war
mit dem Bild von dem, was wir einst waren.
Und ich habe zu spät erkannt,
dass es den Menschen, den ich
immer in dir sehen wollte,
gar nicht gab, vielleicht niemals gegeben hat.
Und mich schmerzt dieser letzte Akt in unserem Theaterspiel,
denn ich sage ungern Lebewohl
und jetzt, wo sich der Vorhang senkt, werde ich dich nie
mehr wiedersehen.
Und alles, was bleibt, ist eine Erinnerung an all die schöne
Zeit
voll Kummer, Leid und Hoffnung.
Die Illusion ist nun vorbei! Das Licht geht an und ich sehe
einen Fremden.
Nun Lebewohl, mein vielgeliebter Freund!
Du hinterlässt ein tiefes Loch in mir!
Wir haben unsere Rollen gut gespielt. Ein wohlverdienter Ruhm!
Denn wir haben sogar uns selbst getäuscht.
Dienstag, 16. Dezember 2014
Levande ljus
![]() |
| Levande ljus (Jennifer Ander) |
Dienstag, 16. September 2014
Flammenkind
Es tobt ein Feuer tief in mir.
Doch all die Bilder, die von dir,
können Flammen nicht zerstören.
Sie werden immer mir gehören.
Doch Ruhe werd ich niemals finden,
bevor die Bilder nicht verschwinden;
und Flammen zehren von den Träumen,
die ich versteckt in des Herzens Räumen.
Und das, was bleibt, wird Asche sein,
und die Erinnerung an dich,
die leuchtet wie der hellste Schein,
wie ein Phönix, der aus Licht.
Donnerstag, 4. September 2014
Kompass
Bitte lösch heute nicht das Licht,
es muss mir leuchten in der Nacht,
denn ohne Licht verlauf ich mich
und fall vielleicht in einen Schacht.
Bitte schließ heut nicht das Tor,
denn es weht ein rauer Wind.
Ich will nicht Schutz suchen im Moor,
wo ich dich nie mehr wiederfind.
Bitte verschließ heut nicht dein Herz
vor meinen Bitten, meiner Lieb,
denn dann verlier ich mich im Schmerz,
der für die Seel ist wie ein Hieb.
Abonnieren
Posts (Atom)
