Posts mit dem Label Gedicht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedicht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 17. Juli 2015

Last act of a play (Last act of a love)



Ich bedaure den Ausgang dieses Stücks,
wer konnte ahnen, dass wir so auseinandergehen würden
und nichts mehr zeugt von unserer jahrelangen gemeinsamen Zeit.
Doch du hast aus mir einen Menschen gemacht, der nicht vereinbar war
mit dem Bild von dem, was wir einst waren.
Und ich habe zu spät erkannt, 
dass es den Menschen, den ich immer in dir sehen wollte,
gar nicht gab, vielleicht niemals gegeben hat.

Und mich schmerzt dieser letzte Akt in unserem Theaterspiel,
denn ich sage ungern Lebewohl
und jetzt, wo sich der Vorhang senkt, werde ich dich nie mehr wiedersehen.
Und alles, was bleibt, ist eine Erinnerung an all die schöne Zeit
voll Kummer, Leid und Hoffnung.
Die Illusion ist nun vorbei! Das Licht geht an und ich sehe einen Fremden.

Nun Lebewohl, mein vielgeliebter Freund!
Du hinterlässt ein tiefes Loch in mir!

Wir haben unsere Rollen gut gespielt. Ein wohlverdienter Ruhm!
Denn wir haben sogar uns selbst getäuscht.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Levande ljus

Levande ljus (Jennifer Ander)
Zum Titel: Das "levand ljus" kommt aus dem Schwedischen und bedeutet "Kerze" (~ lebendes Licht).

Dienstag, 16. September 2014

Flammenkind

Es tobt ein Feuer tief in mir.
Doch all die Bilder, die von dir,
können Flammen nicht zerstören.
Sie werden immer mir gehören.
Doch Ruhe werd ich niemals finden,
bevor die Bilder nicht verschwinden;
und Flammen zehren von den Träumen,
die ich versteckt in des Herzens Räumen.
Und das, was bleibt, wird Asche sein,
und die Erinnerung an dich,
die leuchtet wie der hellste Schein,
wie ein Phönix, der aus Licht.



Donnerstag, 4. September 2014

Kompass


Bitte lösch heute nicht das Licht,
es muss mir leuchten in der Nacht,
denn ohne Licht verlauf ich mich
und fall vielleicht in einen Schacht.

Bitte schließ heut nicht das Tor,
denn es weht ein rauer Wind.
Ich will nicht Schutz suchen im Moor,
wo ich dich nie mehr wiederfind.


Bitte verschließ heut nicht dein Herz
vor meinen Bitten, meiner Lieb,
denn dann verlier ich mich im Schmerz,
der für die Seel ist wie ein Hieb.

Montag, 19. Mai 2014

Silent Storm

Der Sturm ist nah, ich spüre ihn.
Ich möchte laufen, möchte fliehen.
Und stetig peitscht der Wind voran.
Das Lüftchen wird nun zum Orkan.

Die Klippe ist zum Greifen nah
und alles, was jemals geschah,
wird nichtig, und Posaunen schallen.
Werd ich fliegen? Werd ich fallen?

Ich springe ab, was nun passiert,
habe ich nicht phantasiert:

Ich fall hinein ins kühle Nass
und von mir weicht aller Hass.
Der Sturm verschwindet in der Tief,
all dies geschah, derweil ich schlief.

Dienstag, 28. Januar 2014

Eisiger Kuss



Schneeflocken auf meiner Haut
berühren mich wie sanfte Küsse. 
Scheinen mir doch so vertraut, 
und wieder neue Tränengüsse.


Früher war es ein Geschenk,
damit ich nicht mehr weinen muss,
und auch dann nicht mehr an ihn denk,
dank diesem bittersüßen Kuss.



Doch nun können auch diese Sterne
nicht erwärmen mein armes Herz,
und du rückst wieder in weite Ferne, 
und überlässt mich meinem Schmerz.

Montag, 30. Dezember 2013

Eingesperrt



Ich habe mein Herz eingesperrt,
es hat sich nicht mehr gewehrt.
Hab die Wachen verstärkt,
damit es endlich merkt,
ich hab die Kontrolle,
komme, was wolle.

Die Mauern und der Graben,
verdrängen schöne Farben.
Denn Herzchen steckt in Einzelhaft
Und hat es viel zu oft geschafft
Auszubrechen, zu entfliehen.
Doch niemals lasse ich es ziehen.