Der Sturm ist nah, ich spüre ihn.
Ich möchte laufen, möchte fliehen.
Und stetig peitscht der Wind voran.
Das Lüftchen wird nun zum Orkan.
Die Klippe ist zum Greifen nah
und alles, was jemals geschah,
wird nichtig, und Posaunen schallen.
Werd ich fliegen? Werd ich fallen?
Ich springe ab, was nun passiert,
habe ich nicht phantasiert:
Ich fall hinein ins kühle Nass
und von mir weicht aller Hass.
Der Sturm verschwindet in der Tief,
all dies geschah, derweil ich schlief.
Montag, 19. Mai 2014
Dienstag, 4. Februar 2014
Lebendige Erinnerung
Ich steh an der Ampel, ihr rotes Auge lacht mich an. Bin in
Gedanken ganz versunken, bin nur einer unter vielen.
Und dann spür ich diese Hand, drehe mich um und sehe sein Lächeln und hör ihn, wie er sagt: „Hey Kleine, was machst du denn hier?“ Ich kann es gar nicht fassen, ihn hier zu treffen nach so langer Zeit. Wir gehen weiter und er hört nicht auf zu erzählen, spricht davon, wie es ihm ergangen ist in den letzten Jahren. Er ist nun endlich Lehrer und sein Arm ist gut verheilt, hat noch keine Frau und verbringt immer noch zu viel Zeit in Kneipen. Fragt mich, was ich nun mache und wir schwelgen in Erinnerungen. Von den Anderen hat er lang nichts mehr gehört, doch er vermisst die alten Zeiten…
Die Ampel schaltet auf Grün. Ich schaue mich um, doch er erkennt mich nicht mehr, steigt auf sein Fahrrad und fährt davon. Ich schaue ihm lange nach, gehe dann über die Ampel und denke: Ich vermisse die alten Zeiten auch.
Und dann spür ich diese Hand, drehe mich um und sehe sein Lächeln und hör ihn, wie er sagt: „Hey Kleine, was machst du denn hier?“ Ich kann es gar nicht fassen, ihn hier zu treffen nach so langer Zeit. Wir gehen weiter und er hört nicht auf zu erzählen, spricht davon, wie es ihm ergangen ist in den letzten Jahren. Er ist nun endlich Lehrer und sein Arm ist gut verheilt, hat noch keine Frau und verbringt immer noch zu viel Zeit in Kneipen. Fragt mich, was ich nun mache und wir schwelgen in Erinnerungen. Von den Anderen hat er lang nichts mehr gehört, doch er vermisst die alten Zeiten…
Die Ampel schaltet auf Grün. Ich schaue mich um, doch er erkennt mich nicht mehr, steigt auf sein Fahrrad und fährt davon. Ich schaue ihm lange nach, gehe dann über die Ampel und denke: Ich vermisse die alten Zeiten auch.
Dienstag, 28. Januar 2014
Eisiger Kuss
berühren mich wie sanfte Küsse.
Scheinen mir doch so vertraut,
und wieder neue Tränengüsse.
Früher war es ein Geschenk,
damit ich nicht mehr weinen muss,und auch dann nicht mehr an ihn denk,
dank diesem bittersüßen Kuss.
Doch nun können auch diese Sterne
nicht erwärmen mein armes Herz,und du rückst wieder in weite Ferne,
und überlässt mich meinem Schmerz.
Montag, 30. Dezember 2013
Eingesperrt
Ich habe mein Herz eingesperrt,
es hat sich nicht mehr gewehrt.
Hab die Wachen verstärkt,
damit es endlich merkt,
ich hab die Kontrolle,
komme, was wolle.
Die Mauern und der Graben,
verdrängen schöne Farben.
Denn Herzchen steckt in Einzelhaft
Und hat es viel zu oft geschafft
Auszubrechen, zu entfliehen.
Doch niemals lasse ich es ziehen.
Mittwoch, 11. Dezember 2013
Nur zu Besuch
Es ist ein komisches Gefühl.
Du bist mir nah und doch so fern,
dass ich dich heut trotz allem spür!
Du, mein heller Morgenstern.
Heut ist kein normaler Tag,
und doch kann ich's nicht fassen,
dass, weil ich dich so gerne mag,
ich dich nicht kann gehen lassen!
Doch warum steht nur meine Welt?
Spüren sie denn dieses Fieber nicht?
Auch wenn es ihnen nicht gefällt,
heut ist ein Tag für dich, mein Licht!
Du bist mir nah und doch so fern,
dass ich dich heut trotz allem spür!
Du, mein heller Morgenstern.
Heut ist kein normaler Tag,
und doch kann ich's nicht fassen,
dass, weil ich dich so gerne mag,
ich dich nicht kann gehen lassen!
Doch warum steht nur meine Welt?
Spüren sie denn dieses Fieber nicht?
Auch wenn es ihnen nicht gefällt,
heut ist ein Tag für dich, mein Licht!
Samstag, 7. Dezember 2013
Bilder von vergangenen Tagen
Nun halt ich die Fotos in der Hand,
Zeugen wunderschöner Stunden,
offenbaren lang vergessenes Glück.
Und die Erinnerung schneidet tief,
erzeugt Wunden, die nicht heilen,
denn die Erinnerung macht klar,
warum ich nicht vollkommen bin.
Ich erkenne, dass dieser Weg eine Einbahnstraße ist.
Es führt kein Pfad zurück, drum muss ich flüchten.
Versteck mich in Erinnerungen, die mir noch geblieben sind
Von diesen Tagen und muss mich fragen, ob das wirklich alles
war?
Ist der Zug schon abgefahren ohne mich als Passagier?
Und ich schau die Bilder wieder, die mich doch zu Tränen
rührten.
Wird es niemals wie früher sein?
Schöne Stunden, die sorgsam gehegt,
sind nun nur noch Erinnerung.
Bringt denn nichts euch je zurück?
Will euch halten, will euch fassen und euch niemals gehen
lassen!
Stehe zwischen Raum und Zeit, will nicht vorwärts, kann
nicht zurück.
Zu schwer ist die Last der Vergangenheit, die ich nicht
ablegen kann.
Drum ertrinke ich im Strom der Zeit.
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Spatzen-Minne
Ich habe mal versucht, eine zumindest älter klingende Sprache zu verwenden, was die Interpretation auch nicht so einfach macht:
Mir träumt, ich wär ein Spatz,
mit stolzen, starken Schwingen.
Ich flög zu meinem Schatz
und tät ihm Lieder singen.
Und wenn er dann gehöret,
was ich ihm sagen wollt,
soll er nicht sein empöret,
denn ich verlang kein Gold.
Nein, mir reicht dein Herz allein,
denn s'ist alles, was ich will.
Und ist dein Herzchen endlich mein,
so will ich sein für immer still.
Mir träumt, ich wär ein Spatz,
mit stolzen, starken Schwingen.
Ich flög zu meinem Schatz
und tät ihm Lieder singen.
Und wenn er dann gehöret,
was ich ihm sagen wollt,
soll er nicht sein empöret,
denn ich verlang kein Gold.
Nein, mir reicht dein Herz allein,
denn s'ist alles, was ich will.
Und ist dein Herzchen endlich mein,
so will ich sein für immer still.
Abonnieren
Posts (Atom)