Dienstag, 17. September 2013

Ein makaberes Wortspiel



„Würdest du für mich sterben?“, fragte ich dich eines Nachts.
„Aber sicherlich“, sagtest du trocken.
„Versprich es“.
„Gut okay, ich verspreche es dir“, erwiderte er mit einem Augenrollen.
„Das ist schön, danke“, meinte ich darauf und lächelte.
An diesem Tage war ich der glücklichste Mensch der Welt. Und du, du hieltest dein Versprechen, denn nicht lange nach dieser Unterhaltung verließest du mich für immer.
Und dann… warst du wirklich für mich gestorben!

Montag, 16. September 2013

Ein trauriges Gedicht ohne Namen - Fällt euch einer ein?



Sie geht einsam durch die Straßen,
entlang wo sie mal saßen.
Versucht die Tränen zu unterdrücken,
geht ganz krank, fast wie auf Krücken.
Hofft, dass niemand das sieht, was sie verbirgt vorm Licht,
den Schmerz, die Qual und die Wut im Gesicht.
Es ist für sie immer schlimm zurückzudenken,
niemand auf der Welt konnte sie so kränken.
Vor ihren Freunden versucht sie fröhlich auszusehen,
doch nur wer genauer hinsieht, erkennt ihr stummes Flehen!
Wie konnte das nur geschehen? Und warum?
Ach sie denkt, sie war so dumm!
Dass sie's hätte voraussehen können,
dass jemand wollte ihr den Freund nicht gönnen!
Dass dies sie fast in den Abgrund trieb,
und sie dacht, es wär nichts da, was ihr noch blieb!
Doch nun sind Freunde für sie das Wichtigste auf der Welt,
denn diese Menschen sind noch viel wichtiger als Geld!
Doch jeden Abend schaut sie zurück,
und fragt sich, wo findet sie Glück.
Und dann schaut sie in die Sterne zu Orion hin,
fragt sich:" Was auf dieser Welt macht denn Sinn?!"
Schließt die Augen und schläft dann ein,
niemals wird es wie früher sein!

© Jennifer Ander

Samstag, 14. September 2013

Herzeleid


Und nun steh ich hier im Regen,
und kann mich nicht bewegen.
Denn ich weiß nicht, was ich machen soll.
Mein Kopf der ist so schwer und voll.
Voll von Gedanken, Wünschen, Träumen.
Und nichts von dem möchte ich versäumen.
Doch meine Gefühle spielen verrückt
Und davon bin ich nicht entzückt.
Denn Freude, Liebe, Trauer und Schmerz,
all dies auf einmal zerstört mein Herz.
Mein Herz, welches so viel gespürt,
blieb keinen Tag je unberührt.
Es war mal dort und mal bei dir,
doch nie kam es zurück zu mir.
Der Schmerz der Sehnsucht war zu groß,
und es viel mir in meinen Schoß.
So nahm ich es und schenkt es dir
nie kehrte es zurück zu mir.
Nun steh ich hier ganz ohne Herz
Und spüre weder Lieb noch Schmerz.
Ich bitte dich, gib auf es Acht,
und sing es in den Tod ganz sacht.
Denn weder kann es ohne mich,
doch stirbt es auch, wenn's ohne dich.
Ach dies ist eine Ironie,
denn er kann auch nicht ohne sie.

© Jennifer Ander

Donnerstag, 12. September 2013

Wer kennt es nicht: Lieb und Logik


„Herz, du wachst, ist’s längst soweit,
s’ist schon lange Schlafenszeit.
Warum schläfst du denn noch nicht?
Hält dich wach ein schön Gesicht?“

„Ach Verstand, was soll ich sagen,
mich so viele Dinge plagen.
Soll ich lieben? Darf ich’s denn?
Oder wird’s: Was wäre, wenn?“

„Herzchen, diese ganzen Fragen
Brauchen dich doch gar nicht plagen.
Überlass das Denken mir,
bekommst auch Antworten dafür.“

Verstand der denkt und denkt und denkt.
Hat dabei die Nacht verschenkt.
Abends da ist’s auch nicht schlauer.
Versinkt schon fast in tiefer Trauer.

„Ach Herz, die Fragen, die dich quälen,
konntest keine leichtren wählen?
Lieb und Logik sind nie gleich,
spielen auch oft bösen Streich.“

„Ach Verstand, dieses Denken
Nützt oft nur zum Zeitverschenken,
handeln muss ich mit dem Herzen,
trotz Erleiden vieler Schmerzen.“

„Herzchen, nein, denk lieber nach,
denk daran, was ich oft sprach:
Schmerzen kann man leicht vermeiden,
durch die Logik schwindet Leiden.“

„Doch Logik ist mir größte Qual,
dann wird mir erst klar meine Wahl
und ich kann mich nicht entscheiden,
welche nehm ich von den beiden?“

„Herzchen, dieser kleine Streit
Führt zu noch mehr Uneinigkeit.
Lassen wir es einfach sein,
Schlaf nun Herzchen, schlaf gut ein.“

© Jennifer Ander

Mittwoch, 11. September 2013

Ein unerwartetes Ende: Verzweifelt



Ihre Worte verhallen im Wind.
Still ist die Nacht und wir bleiben stehen
hätt´ ich gemerkt, wie glücklich wir sind,
hätt´ ich sie nicht zum letzten Mal gesehen.


Und schwer wird mein Herz, denn ich hab erkannt,
dich hat mir der Himmel gesannt!


Und nun ist sie weg,
wird nie wiederkommen!
Und ich bin dran schuld,
denn sie hat sich das Leben genommen!

© Jennifer Ander