Sonntag, 26. Juli 2015

Lost dreams

With tears in our eyes
we lead us to believe
that there is nothing to regret,
nothing to be sorry.

We delivered our dreams to the fire
And now they are swinging heavenwards.
Lighting up and decaying.

Freitag, 17. Juli 2015

Last act of a play (Last act of a love)



Ich bedaure den Ausgang dieses Stücks,
wer konnte ahnen, dass wir so auseinandergehen würden
und nichts mehr zeugt von unserer jahrelangen gemeinsamen Zeit.
Doch du hast aus mir einen Menschen gemacht, der nicht vereinbar war
mit dem Bild von dem, was wir einst waren.
Und ich habe zu spät erkannt, 
dass es den Menschen, den ich immer in dir sehen wollte,
gar nicht gab, vielleicht niemals gegeben hat.

Und mich schmerzt dieser letzte Akt in unserem Theaterspiel,
denn ich sage ungern Lebewohl
und jetzt, wo sich der Vorhang senkt, werde ich dich nie mehr wiedersehen.
Und alles, was bleibt, ist eine Erinnerung an all die schöne Zeit
voll Kummer, Leid und Hoffnung.
Die Illusion ist nun vorbei! Das Licht geht an und ich sehe einen Fremden.

Nun Lebewohl, mein vielgeliebter Freund!
Du hinterlässt ein tiefes Loch in mir!

Wir haben unsere Rollen gut gespielt. Ein wohlverdienter Ruhm!
Denn wir haben sogar uns selbst getäuscht.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Levande ljus

Levande ljus (Jennifer Ander)
Zum Titel: Das "levand ljus" kommt aus dem Schwedischen und bedeutet "Kerze" (~ lebendes Licht).

Dienstag, 16. September 2014

Flammenkind

Es tobt ein Feuer tief in mir.
Doch all die Bilder, die von dir,
können Flammen nicht zerstören.
Sie werden immer mir gehören.
Doch Ruhe werd ich niemals finden,
bevor die Bilder nicht verschwinden;
und Flammen zehren von den Träumen,
die ich versteckt in des Herzens Räumen.
Und das, was bleibt, wird Asche sein,
und die Erinnerung an dich,
die leuchtet wie der hellste Schein,
wie ein Phönix, der aus Licht.



Donnerstag, 4. September 2014

Kompass


Bitte lösch heute nicht das Licht,
es muss mir leuchten in der Nacht,
denn ohne Licht verlauf ich mich
und fall vielleicht in einen Schacht.

Bitte schließ heut nicht das Tor,
denn es weht ein rauer Wind.
Ich will nicht Schutz suchen im Moor,
wo ich dich nie mehr wiederfind.


Bitte verschließ heut nicht dein Herz
vor meinen Bitten, meiner Lieb,
denn dann verlier ich mich im Schmerz,
der für die Seel ist wie ein Hieb.

Montag, 19. Mai 2014

Silent Storm

Der Sturm ist nah, ich spüre ihn.
Ich möchte laufen, möchte fliehen.
Und stetig peitscht der Wind voran.
Das Lüftchen wird nun zum Orkan.

Die Klippe ist zum Greifen nah
und alles, was jemals geschah,
wird nichtig, und Posaunen schallen.
Werd ich fliegen? Werd ich fallen?

Ich springe ab, was nun passiert,
habe ich nicht phantasiert:

Ich fall hinein ins kühle Nass
und von mir weicht aller Hass.
Der Sturm verschwindet in der Tief,
all dies geschah, derweil ich schlief.

Dienstag, 4. Februar 2014

Lebendige Erinnerung



Ich steh an der Ampel, ihr rotes Auge lacht mich an. Bin in Gedanken ganz versunken, bin nur einer unter vielen. 
Und dann spür ich diese Hand, drehe mich um und sehe sein Lächeln und hör ihn, wie er sagt: „Hey Kleine, was machst du denn hier?“ Ich kann es gar nicht fassen, ihn hier zu treffen nach so langer Zeit. Wir gehen weiter und er hört nicht auf zu erzählen, spricht davon, wie es ihm ergangen ist in den letzten Jahren. Er ist nun endlich Lehrer und sein Arm ist gut verheilt, hat noch keine Frau und verbringt immer noch zu viel Zeit in Kneipen. Fragt mich, was ich nun mache und wir schwelgen in Erinnerungen. Von den Anderen hat er lang nichts mehr gehört, doch er vermisst die alten Zeiten… 
Die Ampel schaltet auf Grün. Ich schaue mich um, doch er erkennt mich nicht mehr, steigt auf sein Fahrrad und fährt davon. Ich schaue ihm lange nach, gehe dann über die Ampel und denke: Ich vermisse die alten Zeiten auch.